Geburtsberichte

Hausgeburt Kasja

Gegen Ende meiner Schwangerschaft sagte eine Freundin zu mir, ich solle nicht vergessen, mich auf die Geburt zu freuen! Ich habe diesen Rat munter befolgt, auch wenn ich nicht wusste, worauf ich mich da einließ. Nun kann ich diese Empfehlung nur weiter geben. Es ist ein großartige Sache, so eine Geburt!

Besonders froh war ich, dass meine Tochter dort zur Welt kam, wo sie hingehört: Zu Hause! Wir hatten es uns sehr gemütlich gemacht im Wohnzimmer. Ein Decken-, Fell- und Kissenlager auf dem Boden, Kerzen, schöne Musik…zunächst ein Gefühl wie Silvester, man wartet auf „etwas“ von dem man ahnt, dass es bald so weit ist.

Als wir Judith riefen, war ich an einem Punkt, an dem ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen konnte die Wohnung zu verlassen und die Idee, dann noch ins Geburtshaus oder ein Krankenhaus zu fahren war völlig abwegig. Ich hatte auch die ganze Zeit keine Zweifel daran, dass die Geburt gut und zu Hause zu ende geht. Es waren sehr ruhige Stunden, die wir dann in regelmäßigen Wehen- und Ausruhphasen verbrachten. Ich empfand alle sehr still und achtungsvoll vor dem Geschehen. Für mich war es sehr wichtig in meiner gewohnten Umgebung zu sein, in der ich mich ganz der Geburt hingeben konnte.

Sehr angenehm fand ich auch, dass wir, als meine Tochter da war nur einen kleinen Umzug vom Wohn- ins Schlafzimmer unternehmen ,mussten. Sie konnte in Tücher gewickelt bei mir bleiben, musste nicht angezogen und in einen Autositz verfrachtet dem frischen Novemberwind trotzen.

Ich denke, dass unsere ruhige und schöne Geburt auch sehr viel mit der Wahl des Geburtsortes zu tun hatte. Es gibt sicherlich für jede den richtigen Ort, an dem sie ihr Kind auf die Welt bringen kann und ich möchte jeder, die das Gefühl hat es könnte zu Hause sein, Mut machen, sich nicht von Gruselgeschichten, die sie sicher zu hören bekommt, wenn es darum geht, dass sie sich vorstellen kann zu Hause zu entbinden, abhalten zu lassen. Ich habe immer gefragt, wo diese Horrorgeburten denn stattgefunden haben und komisch: es war nicht eine Hausgeburt dabei.

Wir betreuen Euch bei eurer Geburt zu Hause. In einem persönlichen Gespräch können wir alle Einzelheiten besprechen.

Hausgeburt Jacob

Für unser zweites Kind wünschten wir uns eine Geburt, bei der Ruhe, Natürlichkeit und persönliche Betreuung im Vordergrund stehen sollten. Wir entschieden uns deshalb für eine Hausgeburt mit Jenny als Hebamme. Die Schwangerschaft verlief gut und das Baby wuchs für meine Verhältnisse so prächtig, dass die Ärzte am Ende Bedenken wegen unseres Geburtsmodells äußerten. Doch wir fühlten uns bei Jenny in guten Händen und ließen uns nicht abbringen.

Endlich, am 4. Tag nach dem errechneten Termin erwachte ich nachts um 2 Uhr von einem ziehenden Schmerz im Bauch, der innerhalb von einer halben Stunde in regelmäßige Wehen (ca. alle 10min) überging. Die Wehen wurden schnell stärker und häufiger, doch es gelang mir sie durch Umherlaufen gut zu veratmen. Ab ca. 5 Uhr veränderte mein Empfinden am Ende der Wehen so, dass ich dachte bald mit Pressen beginnen zu müssen und wir riefen Jenny zu uns.

In nur 15 Minuten war sie bei uns und befand, dass der Muttermund komplett offen war und die Geburt nicht mehr weit sei. Während sie nach einer zweiten Hebamme telefonierte und mit meinem Freund Verschiedenes vorbereitete, drehte ich weiter meine Runden. Ihre Hilfestellung zum Veratmen der Wehen nahm ich dankbar an; bald darauf traf Judith als 2. Hebamme ein.

Um ca. 6.15 Uhr beschlossen wir, dass ich der Entspannung wegen ein warmes Bad nehmen würde. Meine anfänglichen Bedenken zerstreuten sich im wohlig warmen Wasser und die Presswehen setzten nun kräftig ein. Von da ab dauerte es noch fast eine Stunde, während der alle drei mich tatkräftig unterstützten, bis Jakob um 7:15 Uhr im Wasser geboren wurde. Gleich darauf holte Jenny ihn aus dem Wasser und legte ihn mir auf den Bauch. Im Wasser schwammen noch richtig große Flocken Käseschmiere rum. Jenny holte ein kleines Sieb und fischte sie aus dem Wasser. In einer kleinen Box aufbewahrt konnten wir noch wenige Tage später Jakobs trockene Haut damit eincremen und staunten, wie gut das war.

Nun war Zeit zum Freuen, Staunen und Entspannen. Judith machte erste Fotos und nach einer ganzen Weile durchschnitt mein Freund die Nabelschnur. Unterdessen hatte Judith das Schlafzimmer wunderschön mit Lichtern, Kerzen, Kissen und Decken bereitet. Darin durften zuerst der Papa und Jakob Haut an Haut kuscheln, während Jenny mir zum Bett half. Dann trank Jakob das erste Mal von der Brust und die Nachgeburt kam. Jenny und Judith verwöhnten uns richtig und brachten uns sogar Frühstück ans Bett.
Zwei Stunden später verabschiedete sich Judith. Jenny führte mit Jakob die U1 durch und vermaß und wog ihn: er war 52 cm lang und 4240g schwer! Nach einer weiteren Stunde verabschiedete sich auch Jenny, um von nun ab täglich nach uns zu sehen.

Wir haben diese Geburt als einmalig schönes Ereignis behalten, und möchten uns bei Jenny für die kontinuierliche, herzliche und kompetente Betreuung, die keine Wünsche offen ließ, bedanken.

Wir betreuen Euch bei eurer Geburt zu Hause. In einem persönlichen Gespräch können wir alle Einzelheiten besprechen.

Geburtsbericht Lilly

Als meine Hebamme Jenny mir das erste Mal eine Hausgeburt vorschlug, war ich mir nicht sicher, ob das eine gute Idee war. Nicht, weil ich die Situation aus medizinischer Sicht gesehen beunruhigend fand (meine beiden ersten Kinder hatte ich ja im Geburtshaus bekommen), sondern hauptsächlich, weil ich die Geburt von den Nachbarn und meinen großen Kindern (4 und 6 Jahre) unbemerkt stattfinden lassen wollte.

Aber nach und nach überzeugten mich Jennys Argumente: da die Gebärmutter ein nachtaktives Organ ist, kommen die meisten Kinder nachts. Und wenn die Großen schlafen entfällt ein schnelles Organisieren eines Babysitters. Es war Winter und wir müssten das Baby nicht einpacken und im Auto herumfahren…
Ich kann mich gleich anschließend ins eigene Bett kuscheln und verwöhnen lassen.

Und tatsächlich alles stimmte.

Die ersten Wehen kamen kurz nach zwei Uhr. Carla und Friedrich schliefen tief. Jenny war eine Viertelstunde später da. Das Badezimmer war geheizt, die schönsten Handtücher gewärmt bereit, nur eine knappe Stunde später kam die kleine Lilly auf die Welt.

Ich empfand es als sehr schön mit meinem Baby gleich in der gemütlichen vertrauten Atmosphäre der eigenen vier Wände zu sein. Bis heute habe ich den Eindruck, Lilly fühlt sich im Bad besonders wohl.

Als wir einige Zeit später uns mit Lilly ins Elternschlafzimmer zurückzogen, wachten die großen Kinder beim ersten Schrei auf und kamen verwundert an. Sie staunten nicht schlecht über das kleine Wunder zwischen uns auf das sie schon so lange gewartet hatten.

Wir betreuen Euch bei eurer Geburt zu Hause. In einem persönlichen Gespräch können wir alle Einzelheiten besprechen.