Geburtsbericht Lilly

Als meine Hebamme Jenny mir das erste Mal eine Hausgeburt vorschlug, war ich mir nicht sicher, ob das eine gute Idee war. Nicht, weil ich die Situation aus medizinischer Sicht gesehen beunruhigend fand (meine beiden ersten Kinder hatte ich ja im Geburtshaus bekommen), sondern hauptsächlich, weil ich die Geburt von den Nachbarn und meinen großen Kindern (4 und 6 Jahre) unbemerkt stattfinden lassen wollte.

Aber nach und nach überzeugten mich Jennys Argumente: da die Gebärmutter ein nachtaktives Organ ist, kommen die meisten Kinder nachts. Und wenn die Großen schlafen entfällt ein schnelles Organisieren eines Babysitters. Es war Winter und wir müssten das Baby nicht einpacken und im Auto herumfahren…
Ich kann mich gleich anschließend ins eigene Bett kuscheln und verwöhnen lassen.

Und tatsächlich alles stimmte.

Die ersten Wehen kamen kurz nach zwei Uhr. Carla und Friedrich schliefen tief. Jenny war eine Viertelstunde später da. Das Badezimmer war geheizt, die schönsten Handtücher gewärmt bereit, nur eine knappe Stunde später kam die kleine Lilly auf die Welt.

Ich empfand es als sehr schön mit meinem Baby gleich in der gemütlichen vertrauten Atmosphäre der eigenen vier Wände zu sein. Bis heute habe ich den Eindruck, Lilly fühlt sich im Bad besonders wohl.

Als wir einige Zeit später uns mit Lilly ins Elternschlafzimmer zurückzogen, wachten die großen Kinder beim ersten Schrei auf und kamen verwundert an. Sie staunten nicht schlecht über das kleine Wunder zwischen uns auf das sie schon so lange gewartet hatten.

Wir betreuen Euch bei eurer Geburt zu Hause. In einem persönlichen Gespräch können wir alle Einzelheiten besprechen.