Aktuelles

Neue Mailadresse!

Aufgrund technischer Probleme sind uns leider in den letzten drei Wochen e-Mails und Anmeldungen abhanden gekommen.

Bitte meldet Euch wiederholt über unser Kontaktformular oder unser Kursanmeldungsformular oder schreibt uns nochmal an: info@hausgeburtshebammen-berlin.de

Internationaler Tag der Hebammen

Am 5. Mai feierten wir in der Hebammenpraxis den internationalen Tag der Hebammen. Mit dabei waren viele Menschen, die wir aktuell oder früher in der Schwangerschaft begleitet haben. Hier einige Impressionen (zur Slide-Show bitte auf das erste Bild klicken):

 

 

Sehenswerte TV-Dokumentaion über die aktuelle Hebammensituation in der ARD

In der “Reportage im Ersten” lief am 07.02. die sehenswerte Dokumentation “Hebamme am Limit”, die über die aktuelle Situation von Hebammen in Deutschland informiert. Die Dokumentation ist hier in der Mediathek zu finden: Reportage im Ersten: Hebamme am Limit

Die außerklinische Geburtshilfe steht vor dem Aus: Wir protestieren!

Die außerklinische Geburtshilfe in Deutschland steht vor dem Aus. Nachdem sich eine weitere Versicherung zurückgezogen hat, existiert ab Juni 2015 keine Haftpflichtversicherung mehr für freiberufliche Hebammen in Deutschland. Ohne eine Haftpflichtversicherung dürfen freiberufliche Hebammen nicht arbeiten – dies kommt faktisch einem Berufsverbot gleich. Mehr dazu beim Deutschen Hebammen Verband und beim Bund freiberuflicher Hebammen in Deutschland.

So könnt ihr uns unterstützen:
– Unterstützt die aktuelle Petition “Rettet unsere Hebammen” an Gesundheitsminister Gröhe auf change.org
– Schreibt einen Brief an Eure Abgeordneten oder unterstützt die Aktionen des Deutschen Hebammen Verbandes
– werdet Mitglied bei der Inititative “Hebammen für Deutschland”
– Beteiligt euch an den Mahnwachen: http://www.hebammenfuerdeutschland.de/termine-mahnwachen
– Unterstützt die vielfältigen Protestaktionen! Aktuelle Aktionen findet ihr bspw. bei Hebammenunterstützung.de

 

Wir waren bei der Mahnwache vor dem Gesundheitsministerium in Berlin am 24.02. dabei:

Ein Kostenvergleich: Klinik vs. außerklinische Geburt

“Mehr Hausgeburten wünscht sich die WHO. Sie fordert, die Gebärkompetenz der Frauen zu stärken und kritisiert neben einer zu beobachtenden Entmündigung schwangerer Frauen durch den medizinischen Betrieb vor allem die Vielzahl oft unnötiger Eingriffe zur Beschleunigung des Geburtsverlaufs.”


– Jedes Jahr kommen ca. 10.000 Kinder zu Hause oder im Geburtshaus zur Welt. (1)
– Die Zahl der Geburten in Deutschland betrug 2012 insgesamt 673.544.
– 653.215 Frauen haben im Krankenhause entbunden. (2)



In der Klinik …
– wird mittlerweile bei jeder 5. Frau die Geburt mit Medikamenten eingeleitet.
– bekommt jede 3. Frau während der Geburt Wehenmittel.
– erhält mehr als die Hälfte der Frauen eine Anästhesie. (3)
– kommt jedes 3. Kind per Kaiserschnitt zur Welt (31,7 % in 2012 in Dtld). (4)

Das Erfreuliche …
In Berlin ist der Anteil der außerklinisch geborenen Kinder im Jahr 2011 von 3,8 % auf 4 % gestiegen – das sind 113 Kinder mehr! Erstmalig seit 1994 haben sogar mehr Erstgebärende als Zweit- und Mehrgebärende ihre Kinder außerklinisch zur Welt gebracht. (5)



Kosten im Vergleich:

Klinikgeburt
Laut DHV gibt es keine bundesweit einheitlichen Preise. Die folgenden Preisangaben hat der DHV beispielhaft auf Rheinland Pfalz bezogen. In den neuen Bundesländern können sie bis zu 10 % darunter liegen. Der durchschnittliche Preis für eine Klinikgeburt ist nicht bekannt.

Für eine normale vaginale Geburt ohne Komplikationen mit einem durchschnittlichen stationären Aufenthalt von 3-5 Tagen bekommt die Klinik für Mutter und Neugeborenes etwa ca. 2.405 – 2.957 €. Allerdings werden von den Kliniken relativ wenige Geburten ohne Komplikationen abgerechnet, so dass der durchschnittliche Preis deutlich darüber liegen dürfte und laut DHV bis zu 11.266 € betragen kann.

Ein Kaiserschnitt kostet zwischen 3.316 – 6.177 €, bei Komplikationen entsprechend mehr, s.o. (6)



Hausgeburt:
Die Hebamme erhält für eine Hausgeburt 694,58 €. Mit der Geburtspauschale ist die Zeit von acht Stunden vor der Geburt bis drei Stunden nach der Geburt abgegolten.

Für eine zweite Hebamme bei der Geburt können bis zu 225,12 € anfallen.

Für einen Wochenbettbesuch erhält die Hebamme 31,28 €. Für die ersten 3 – 5 Tage ergibt das einen Betrag von 93,84 – 156,40 €.

Für die Erstuntersuchung des Kindes erhält die Hebamme 8,59 €. Darüber hinaus fallen keine weiteren Gebühren für die Betreuung des Kindes an.

gesamt: 797,01 – 859,57 €

——————————
(1) Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V., Stand August 2013.
(2) http://de.statista.com/statistik/daten/studie/235/umfrage/anzahl-der-geburten-seit-1993/
(3) Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V., Stand August 2013.
(4) Statistisches Bundesamt, Geburtsstatistik Deutschland 2012.
(5) Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, “Geburtsgeschehen in Berlin 2011″.
(6) Deutscher Hebammenverband e.V., „Was kostet eine Geburt“, Oktober 2010.